A new day in Paradise

A new day in Paradise

2016-10-03 ELIS ON TOUR SRI LANKA 0

WIE verbringt man eigentlich den Tag, wenn man sich vornimmt, nicht aus dem Resort raus zu gehen und höchstens eine Stunde am Tag, verteilt auf den Tag, im Internet zu sein?
Mein gestriger Versuch: Mein erster Sonntag hier. Schon vor 6:00 war ich schwimmen. Habe dabei gesehen, dass der Kaktus neben dem Pool so eine wunderschöne weiße Blüte hat, die ist mir noch gar nie aufgefallen. Muss ich später ein Foto machen. Hat ja angeblich auch was mit Buddha zu tun.
Habe meine Längen gezogen und brav Gymnastik gemacht. Bis ich dann geduscht war, den Badeanzug gewaschen, durch die Handtuchschleuder gemangelt ☺ und aufgehängt hatte, war es kurz nach 7. Internet wäre jetzt verlockend … aber nein, besser lesen. Habe es mir also auf der Sonnenliege auf meiner Terrasse gemütlich gemacht.
Plötzlich schwingt sich doch glatt aus dem Nichts so ein Streifenhörnchen – ich nenne die jetzt mal so, weil ich noch immer nicht weiß, wie sie wirklich heißen – auf das Geländer der Terrasse und schaut mich ganz keck an. Also erst mal beobachten.
Hab überall geschaut, wie diese netten, scheuen und megaflinken Eichhörnchen ähnlichen Tierchen mit Streifen am Rücken wirklich heißen könnten. Habe Indika gebeten, es mir aufzuschreiben. Das war keine so gute Idee: “Sqliser” … dann hat er drauf geschaut … “Yes, “Skulaiser”. Habe schon viele Schreibvarianten versucht, bin noch nicht fündig geworden (Ich lache ihn aber sicher nicht aus, denn ich könnte zB in seiner Schrift nicht mal meinen Namen schreiben!). Auf jeden Fall sind diese kleinen Tierchen megalaut, wenn sie mal loslegen. Und nebenbei extrem schwer zu fotografieren, weil sie ständig in Bewegung sind, und zwar mit Turbo.

Wie ich wieder zum Buch greifen will … läuft links unter mir die Kuh des Nachbarn in Windeseile den Damm entlang, und die 2 Hunde hinterher. Und ganz zuletzt kommt keuchend auch noch der Nachbar nach. Also wieder mal beobachten. Endlich hat er seine Kuh wieder an der Leine und sucht ihr einen schönen Platz mit saftigem Futter. Als ob sie den nicht alleine finden würde, ist ja ohnehin alles grünes Dickicht rundherum und die Kuh bewegt sich ohnehin fast den ganzen Tag frei hier den Damm entlang und rein ins Dickicht, bis er sie halt am Abend wieder an die Leine nimmt und heimbringt. Aber genau genommen bringt sie ihn heim, denn er geht hinten, und weder die Kuh noch er haben es eilig. Die Hunde dafür umso mehr, die rennen hundertmal vor und wieder zurück und es scheint ihnen nicht zu blöd zu werden.

Wieder zum Buch gegriffen. Auf einmal fängt es – wirklich aus dem sprichwörtlich heiteren Himmel zu schütten an, und der einsetzende Wind sprüht feinste Tröpfchen von allen Seiten auf mich her. Schnell aufgestanden, das Buch in Sicherheit gebracht, und auch das Handy, das ich bei mir liegen hatte, damit ich die Frühstückszeit ja nicht übersehe gg. Hab mir sogar einen Alarm gestellt, man will ja nicht unhöflich zu spät kommen, wenn man schon der einzige Gast ist. Und da geht er auch schon los, der Alarm.

9:30, Zeit fürs Frühstück. Diesmal ohne Obst, wie wir am Tag vorher vereinbart hatten. So ein köstliches warmes Supperl am Morgen ist eine echte Wohltat (sogar hier, wo es Tag und Nacht Dauerheiß ist), schön heiß und scharf, genau so wie ich Suppen liebe. Aber vorher gab es natürlich meine “köstliche Medizin”. Und noch ein bisserl vorher hat Indika seinen obligatorischen “Hasentransport” absolviert. Sensationell, wie sich der weiße Hase tot stellt bei seinem “Transport” am Abend ins Haus und am Morgen wieder raus … immer liegt er friedlich schlafend in Indikas Armen und rührt kein Ohrwaschl. I sagt, er gibt die Hasen wegen der Tiere rein (war klar), speziell wegen des Mungo.

Indika hat mir eine Bananenblüte gezeigt, und gesagt, dass es die heute zu Mittag gibt.

Habe mir eine Sonnenliege an den Pool, aber natürlich brav in den Schatten gestellt. Ausgerüstet mit Laptop (kann ja sein, dass ich plötzlich was nachschauen will ☺), Handy (damit ich die Essenszeit nicht übersehe ☺), Handtuch und Buch habe ich es mir also gemütlich gemacht auf der Liege. Wollte noch ein Foto machen von der schönen Kaktusblüte, aber leider war sie zu. Wie sie halt meistens sind, die weißen Blüten. Sie heben ihre Pracht und ihren betörenden Duft samt köstlichem Nektar für die Nacht auf. Die Tiere der Nacht sollen auch auf ihre Rechnung kommen. Das hatte ich leider nicht bedacht.
Der Gärtner hat mir ein kleines Tischerl zur Liege gestellt, da konnte ich unter der Tischplatte alles regensicher verstauen, was sehr klug war, denn kaum war ich im Wasser, hat es wieder in Strömen geregnet. Was für ein wunderbares Gefühl, wenn man das Wasser von allen Seiten spürt. Aber nach 2 min war ohnehin wieder alles um, viel länger regnet es hier ja nie. Und meistens ohnehin nur in der Nacht. Also, das wars dann mit Regen an diesem Tag. Der Gärtner hatte trotzdem vorsorglich das Tischerl unter Dach gestellt, samt Handtuch und der Liegenauflage, und nach dem Regen alles wieder rausgeräumt.
Brav geschwommen … geschlafen … munter geworden, und gesehen, dass mir jemand eine „Cocomouse“ auf das Tischerl gestellt hat (so viel zu “heute mal kein Obst vor Mittag”) … geschlürft … das dünne Häutchen rausgeschält und gegessen … gelesen … dabei eingeschlafen. Hab mich ein bisserl über mich geärgert, denn ich wollte ja wirklich nichts zwischendurch essen … aber so was kann man ja nicht ausschlagen. Außerdem ist ja Sonntag … ☺

Mein Magen hat geknurrt. Was habe ich mich gefreut. Ich verspüre ja hier kaum Hunger. Alles ist so gut und sättigend. Ich möchte nicht mal sagen reichlich, denn die Menge haben wir ohnehin schon reduziert. Aber halt so sättigend … und, sagte ich schon, dass es traumhaft schmeckt? Habe es Indika erzählt, er hat sich gefreut und gleich gefragt, ob ich schon essen möchte. Aber zum Lunch war es ja noch über eine Stunde. Und die Zeiten halte ich lieber mal ein. Also wieder ab ins Wasser und Gymnastik gemacht.

14:00 Uhr, und damit Zeit für meinen Lunch. Es gab wieder den schon bekannten grünen Salat als Starter. Und wieder waren auch ein paar Blättchen des Salates zur Deko am Teller gelegen. Salat ist gar nicht der richtige Ausdruck. Das „Grünzeug“ wird mit Zwiebel, manchmal auch Kokos, ein bisserl Limone, Salz und Pfeffer gemischt. Schmeckt sehr gut. Die Blätter waren leicht bitter, das hat man im „Salat“ aber nicht mehr gemerkt. Ich freu mich jedes Mal so, wenn es etwas frisch aus dem Garten gibt. Das freut Indika natürlich auch, dass mir das gefällt, und darum erzählt er es auch immer ganz stolz.
Zum Main Dish gab es wie immer Reis mit allerlei rundherum. Der Reis wurde mittlerweile zu Vollreis !!!, sehr gut. Dann gab es eine „Soße“ aus den Bananenblüten. Hätte ich aber ehrlich nicht erkennen können, wenn ich es nicht gewusst hätte. Außerdem Chinakohl, Karotten, Maniok und Huhn. Maniok kannte ich gar nicht, schmeckt wirklich köstlich. Indika hat gesagt, dass sie den auch mit Chili oder mit Kokos zubereiten können. Wird natürlich in den nächsten Tagen gemacht, weil er mir doch so gut geschmeckt hat.
Zum Dessert gab es wie immer Früchte, heute mit der wunderschönen Dragonfruit, die ich schon von China kenne.

Nach dem Essen ging es ab in den Pool, und dann unter die Dusche, damit ich das Chlor auch wirklich so gut wie möglich runtergewaschen habe, wenn ich zur Massage gehe.

16:00, Zeit für die Massage. Momentan macht er den Nacken mit Trapezmuskel, und die Arme. Erst Streichmassage, dann mit den heißen Kräuterstempeln eine Art Klopfmassage, und wieder Streichmassage, 1 Stunde. Wie gesagt, es tut sehr gut, ich spüre ja die Wirkung. Mein Schultergürtel, der mir schon bei jede leichten Anstrengungen unglaubliche Schmerzen bereitet hat, ist wieder butterweich und von Schmerzen keine Spur. Aber von der Massage bekomme ich nicht wirklich viel mit, es schläft sich so gut unter seiner Behandlung. Wie kann so ein junger Mann schon so eine Menge Wissen um die richtige Massage mitbringen? Aber ja, mit 30 hat man eh schon ein bisserl was erlebt im Leben. Ich hatte da zB schon alle 4 Kinder.
Wie wir fertig waren, hat es ums Haus geraschelt. Angeblich war es der Mungo, Indika hatte ihn vorher schon verbeihuschen gesehen.

Nach der Massage muss ich mich zwingen, nicht einzuschlafen. Ich würde glaube ich vor Mitternacht nicht mehr munter werden.
Ins Wasser will ich aber nicht, weil ich ja noch „voll“ mit dem guten Öl bin. Also setze ich mich halt auf die Liege und mach ein bisserl „ins Land eini schaun“.
Manchmal tut es mir schon leid, dass ich nicht die große Kamera mitgenommen habe. Wenn da so ein schöner kleiner blauer Vogel mit langem Schnabel am Jasmin sitzt. Oder wenn ein etwas größerer aber unscheinbarer Vogel elegant mit erhobenem Haupt auf seinen Stelzen vorbeiflaniert, als wäre er die größte Offenbarung der Tierwelt – muss ein Männchen gewesen sein ☺. Oder wenn im Teich die Seerosen über und über voll sind mit großen weißen Vögeln auf ihren langen Stelzen. Auch könnte ich die permanente Geräuschkulisse der Tierwelt mit der großen Kamera besser einfangen. Aber ich habe mich ja bewusst dagegen entschieden. Es sollte ja keine Fotosafari werden, sondern bestenfalls eine „Safari“ zu mir selber. Das Großwild in mir habe ich zwar noch nicht entdeckt, aber wer weiß, was ich da noch alles kennen lerne. ☺

19:00 Uhr, das Candle-Light-Dinner-for-One wartet. Es ist ja hier schon ab 18:00 Uhr finster.
Zuerst gibt es mal die „köstliche“ Medizin, und zwar diesmal anders als sonst nur noch 3 Pillen. Hat er mit dem Arzt so abgesprochen. Und dann gibt es eine schöne kleine Schüssel gegupft voll mit klein geschnittenem Obstsalat. Finde es so toll, dass alles immer ganz frisch gemacht wird. Während ich die Medizin nehme, wird das Obst geschnitten. Es kommt ja auf ein paar Minuten warten wirklich nicht drauf an, überhaupt, wenn nachher Alles so frisch ist.
Habe mit Indika noch ein wenig geplaudert. Habe ihm erzählt, dass ich daheim gerne in der Steyr bade, und wie kalt die ist. Er kann sich das absolut nicht vorstellen, dass man da freiwillig und ohne Neoprenanzug reingeht. Da musste ich ihn gleich mal schockieren und ihm erzählen, dass ich da im Winter auch schon nackt drinnen war. Er hat gedacht, ich häkle ihn. Das hat ein bisserl gedauert, bis er wieder auf Normalnull war. Er kennt Vorarlberg (sein Freundin, die momentan leider daheim ist, ist von dort). Aber leider nicht im Winter. Er hat gesagt, dass er einmal beim Spazierengehen in einen Brunnen hineingegriffen hat. Das war der Schock seiner Reise.
Tja Bursche, da sind halt die echten Harten daheim, da in unserem good old Austria. ☺

Nach dem Abendessen noch eine gute halbe Stunde schwimmen, da es schon stockdunkel ist und niemand mehr auf der Anlage ist, natürlich ohne. Was für ein wunderbares Gefühl.
Dann ab in die Dusche … und schon geht es auf einen Test ☺ rein ins gemütliche Himmelbett (zu den 4 Pfosten ☺ – es nutzt nix, sie sind ja auch da ☺) … die hohe Decke anstarren und sich denken, dass man sich in so einem Himmelbett mit Moskitonetz unter einer so hohen Decke gar nicht verloren vorkommt … froh sein, dass es keine Moskitos gibt … und irgendwann schläft man zum Glück ein, denn spätestens um 5 hat einen die senile Bettflucht ja wieder. Aber da kann man ja gleich in den Pool steigen …

Also bitte, wie soll ich mich bei dem Stress erholen? ☺

 

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