Fleißige Biene

Fleißige Biene

2017-11-10 FRAU 2.0. 0
  • Konntest du sie entdecken, die fleißige Biene, die unermüdlich Jahr für Jahr, Tag für Tag gewaschen, gekocht, geputzt und was sonst noch alles hat?

 

Ist es wirklich eine Stärke, die unermüdliche fleißige Ameise zu sein?

NEIN!

Alles was ich zum Thema Problemlösung gesagt habe, gilt auch hier. Du musst nicht jede Arbeit selber machen. Ja OK, als die Kinder noch klein waren, war das mit dem Delegieren nicht ganz so einfach.

Auch waren Männer früher der Meinung, dass Hausarbeit ihrem Ansehen schadet. Bei der Generation meines Vaters war diese Meinung auf alle Fälle noch weit verbreitet. Obwohl: Arbeiten die er liebte, wie zB gelegentlich mal kochen, das hat er schon gemacht (und meine Mama war sein Küchenmädchen, denn irgendwer musste ja auch wieder aufräumen). Mein Mann hingegen konnte wirklich eine Hilfe sein – wenn er daheim war, was aber leider sehr selten der Fall war.
Die Jungen Männer von heute – zumindest die, die ich kenne – teilen sich kommentarlos und selbstverständlich mit ihrer Partnerin die Arbeit im Haushalt und mit den Kindern.

Ich habe sehr früh gelernt, konsequent zu delegieren, weil ich nämlich gar nicht die Zeit gehabt hätte, alles alleine zu schaffen. Meine Kinder mussten immer schon im Haushalt mithelfen (zumindest diverse Handgriffe) und ihre Zimmer habe ich auch nicht aufgeräumt, selbst wenn man keinen Schritt mehr hinein gehen konnte. Dann habe ich eben die Bettwäsche vor die Türe gelegt, anstatt aufs Bett. Sie haben dabei alle eine brauchbare Ordnung gelernt, und zwar aus einem inneren Bedürfnis heraus. Meine Mutter hat mich sehr oft kritisiert deswegen … Freunde und Bekannte haben mich womöglich auch hinter meinem Rücken ausgerichtet. Aber ehrlich – es war mir schon immer egal was die Anderen sagen.

„Jedem Menschen recht getan, ist eine Kunst, die Keiner kann.“

Falls du heute wieder mal eine echt emsige Arbeitsbiene warst und trotzdem immer noch Berge von Arbeit auf dich warten, dann nimm mal deine täglichen Arbeiten genauer unter die Lupe

  • “Ist wirklich jede Arbeit auch nötig, die ich täglich verrichte?” – Du musst nicht die Mitarbeiterin des Jahres werden. “Gut genug” genügt. Du stehst vlt kurz vor der Pensionierung, du musst Niemandem mehr was beweisen. Aber auch im Haushalt kannst du einen Gang zurückschalten und mehr Muse einbauen in dein Leben. Du musst nicht den schönsten Rasen und das größte Gemüse haben. Es wird auch kaum jemand vorbeikommen und vom Fußboden essen wollen … Sauber genug, um sich wohl zu fühlen GENÜGT !
  • “Kann ich ab sofort Arbeiten abgeben?” – Wenn du nicht gerne bügelst, dann suche dir Jemanden, der es für dich macht – ja glaube mir, es gibt Menschen, die das auch wirklich gerne tun. Vlt tut es ja sogar dein Mann lieber als du. Ich kenne einige Männer, die das Bügeln übernommen haben, weil sie es lieben. Es spielt wirklich keine Rolle, ob du Zeit genug hättest es selber zu tun. Du hast das RECHT, deine Zeit so zu nützen, wie du es gerne möchtest. Aus heutiger Sicht möchte ich sogar behaupten, du hast die PFLICHT dazu, denn das Leben ist viel zu wertvoll, um es regelmäßig mit Dingen zu vergeuden, die du nicht liebst.
    Wenn du aber zB das Bügeln zwar nicht liebst, aber trotzdem selber machen willst, dann belohne dich wenigsten bewusst danach. Plane fix ein, was du tust, wenn du den Bügelberg wieder mal abgebaut hast. UND TU ES DANN AUCH WIRKLICH!
  • “Kann ich vielleicht auf diese Arbeit verzichten?” – Bleiben wir bei der Bügelwäsche. Muss wirklich alles gebügelt werden. Bettwäsche, Geschirrtücher, …? Handtücher, Unterwäsche und Socken wirst du ja hoffentlich ohnehin schon lange nicht mehr bügeln. Tu ich auch schon ewig nicht mehr, und es ist mir echt schwer gefallen, denn in der Schule habe ich es noch ganz gründlich gelernt und wir wurden darauf sogar benotet 😉
    Kochst du gerne? – Wenn nein, dann überlege dir, ob es nicht klüger wäre, öfter oder gar regelmäßig essen zu gehen. Es gibt günstige und trotzdem gesunde Angebote für den Mittagstisch. Hör dich mal ein wenig um. Glaube mir, schnell, schnell mit Hunger einkaufen zu gehen, weil man ja noch irgendwas kochen soll, dann einen vollen Kühlschrank zu haben und am Ende doch wieder einen Teil davon wegzuwerfen, das ist auch nicht gerade günstig.
    Sei es dir wert, dich wenigstens ein paar Tage in der Woche an einen schön gedeckten Tisch zu setzen und dich bedienen zu lassen. Du hast schon genug gearbeitet in deinem Leben. Außerdem gibt es da noch die Chance, dass du Freunde triffst und nicht alleine essen musst – falls du alleine bist.
  • “Tu ich das was ich mache mir zu liebe oder wegen der Anderen?” – Eine Nachbarin meiner Kindheit hat kaum eine Arbeit aus innerem Bedürfnis gemacht, sondern nur damit „die Anderen“ keine schlechte Meinung von ihr haben. Sie hat uns Kinder auch immer aufmerksam gemacht, dass wir Dies und Jenes nicht machen dürfen, denn „Was denken sich denn da die Anderen?“ Zum Glück habe ich diesen blanken Unsinn schnell durchschaut. Alle die mir wohlgesonnen sind, können mich gerne besuchen, und auch deren Hunde 🙂 . Die Anderen “müssen leider draußen bleiben” :-).

 

Nicht auf jeder Arbeit die zu erledigen ist, steht dein Name!

Nimm auch deine täglichen Arbeiten gründlich ins Visier und teile auch die Arbeiten so wie deine Probleme ein nach Dringlichkeit und Wichtigkeit

 

 Eisenhower Prinzip  DRINGLICHKEIT

 

 dringend

 

 nicht dringend
 WICHTIGKEIT  wichtig  A-Aufgabe
sofort und selbst erledigen
 B-Aufgabe
terminieren und selbst erledigen
 nicht wichtig  C-Aufgabe
delegieren
 D-Aufgabe
nicht erledigen (ab ins  Rundarchiv)

 

 

Welches Verhaltensmuster steckt eigentlich hinter der fleißigen Biene?

Wir wollen als unersetzlich wahrgenommen werden. Wir brauchen den Beweis, dass unsere Arbeit, und damit unser Leben einen Sinn hat – das ist übrigens ein essentielles Bedürfnis der Menschheit, und wenn die Sinnhaftigkeit fehlt oder von uns nicht wahrgenommen werden kann, werden wir krank.

Ja natürlich, es ist auch der ewige Kampf um Lob und Anerkennung. Wir wollen in einem möglichst positiven Licht wahrgenommen werden. Das ist menschlich. Das geht uns allen immer wieder mal so.

Das Dumme ist nur, je mehr wir um Sinnbestätigung und Anerkennung von außen gieren, umso weniger bekommen wir diese. Dann strampeln wir uns halt noch mehr ab, damit es endlich Jemand wahr nimmt … Aber leider, irgendwann sehen es alle als normal, dass du so eine fleißige Biene bist wie du bist, egal ob beruflich oder privat, und nutzen es auch gründlich aus.

Und die Sinnbestätigung, die Anerkennung, die kannst du dir wieder mal aufzeichnen.

Tu nichts um andere zu beeindrucken. Tu es, um dich selbst glücklich zu machen.

 

Wir Menschen wollen geliebt werden! Das ist doch selbstverständlich und durch und durch NORMAL!

Kennst du das Geheimnis, wie du die maximale Liebe in deinem Leben bekommst, ohne dass du dafür auch nur einen Finger rühren musst? Du ahnst es wohl schon ….

„Meine sehr verehrten Damen, das Geheimnis lautet … Tatatatam“ :

LIEBE DICH SELBER !!!!!!!

Was war ich sauer, wenn ich diese Aussage wieder mal wo gelesen oder gehört habe. Ich hätte jedes Mal explodieren können vor Wut.

Irgendwann habe ich mir aber gedacht, wenn ich es immer und immer wieder höre, dann muss da wohl was wahr sein dran. Also hab ich angefangen, mich zu lieben. Kostet ja nichts und ist kein Aufwand 🙂

Und bis auf mein Gewicht kann ich mich jetzt auch schon rundherum lieben. 🙂

 

Mittlerweile kann ich Arbeiten sehr gut delegieren. Ich schufte mich nicht mehr ab für fiktive Belohnungen, die ich ohnehin nie bekomme.

 

Die fünfte Weisheit:

Frau 2.0. hat gelernt, ungeliebte Arbeiten zu delegieren, damit sie mehr Zeit hat, sich selbst zu lieben.

 

Es ist wie bei Allem im Leben ja nur eine Sichtweise: Ich rede mir ganz einfach nicht ein, dass ich “ach wie arm” bin, weil ich mir jetzt sogar schon selber Gutes tun muss, weil es ja sonst NIEMAND tut (was natürlich ohnehin nicht stimmt, aber ein UNERTRÄGLICHES Überangebot an Lob und Anerkennung habe ich auch noch nie erfahren). Ich verwöhne mich heute selber. Ich nehme mir bewusst Zeit für mich und lass es mir gut gehen. Das ist keine Frage des Geldes, das ist in erster Linie eine Frage der Bereitschaft.

 

Ich bin die Person, die am meisten auf mich schaut. Ich bin die Person, die entscheidet, was ich wann wie haben möchte.

Ich habe herausgefunden, dass ich sehr gerne unter Menschen bin, dass ich aber auch ebenso gerne ewige Zeiten mit mir alleine verbringen kann. Ich mag mich nämlich, darum kann mich ganz gut aushalten 🙂

Um auszuprobieren, ob es auch wirklich stimmt, dass ich so gut mit mir alleine sein kann, war ich im letzten Jahr 10 Wochen alleine auf Sri Lanka (es gab natürlich auch noch andere Gründe für diese Reise). Nachdem ich außerhalb der Hauptsaison dort war, war ich zu 90% der Zeit auch der einzige Gast in der Anlage. Ich kann an einer Hand abzählen, wie viele Stunden ich in den 10 Wochen außerhalb der kleinen bescheidenen Anlage verbracht habe. Ich hatte auch kein Telefon und kein Whatsapp. Lediglich das Internet konnte ich benutzen, was aber ganz selten wirklich funktioniert hat. Außerdem war mein Computer bald die meiste Zeit des Tage außer Betrieb, weil ihm die Feuchtigkeit riesige Probleme bereitete. Es war reiner Zufall, wenn er wieder mal funktionierte, und da meist auch nur für Minuten.

So lässt sich´s leben!

Ich habe mich trotzdem wirklich keine Minute einsam gefühlt. Bei jedem Schritt durch den Garten war ich voll Bewunderung für die wunderbare Fauna und Flora, die sich da unter und über mir regte.Ich konnte es sogar fühlen, als eine Bekannte daheim im fernen Österreich einen Herzinfarkt erlitt. Ich weiß noch ganz genau, an welcher Stelle ich im Pool stand und was ich gesehen hatte, als ich plötzlich an sie denken musste und spürte, dass da was nicht stimmt. Habe mir die Uhrzeit notiert und nachgefragt, sobald es wieder möglich war.

 

Früher tat ich mir selber leid, weil ich so viel alleine war. Heute genieße ich es. Ich habe Zeit zum Meditieren, Zeit zum Schreiben – und wenn ich dabei bis nach Mitternach am Computer sitze, Zeit zum Lesen, Zeit um faul am Strand zu liegen, Zeit zum Lernen, Zeit um mir in aller Ruhe Bilder im Museum anzusehen, Zeit um einfach mal ins Land hinein zu schauen, Zeit für ausgedehnte Spaziergänge in meinem Tempo – bei denen ich stehen bleiben kann wo ich will, Zeit für ausgiebige wertvolle Gespräche, Zeit zum Reisen, … Und soooo viel Zeit für meine Liebsten.

Zeit, Zeit, Zeit … und ich bin dankbar dafür, denn ich weiß, ich besitze damit eines der kostbarsten Güter, dass auch nur ganz wenige Menschen auf dieser Welt wirklich zu besitzen verstehen!

Ich kann dadurch jene Zeit, die ich mit meiner Familie oder Freunden verbringe, viel dankbarer und intensiver genießen und ich kann mich wesentlich empathischer auf mein Gegenüber einstellen.

Ich sehe nicht fern und höre das Radio höchstens Mal im Auto, wenn überhaupt. Ich kann Ruhe sehr gut aushalten, und betrachte das wirklich als meinen unschätzbaren Luxus. Ruhe befreit den Kopf vom ewigen Kopfkino.

Natürlich gibt es auch bei mir mal stressige Arbeitszeiten, natürlich helfe auch ich den Kindern, wenn sie mich brauchen, natürlich mache auch ich immer noch Arbeiten, die ich gar nicht so gern mag, die ich aber trotzdem noch nicht vergeben habe.

Aber ich habe meinen Ausgleich. Ich wertschätze und liebe mich uneingeschränkt, und das lasse ich mich auch ganz intensiv und regelmäßig spüren.

Glaube mir, du fühlst dich mit der Zeit rundherum frei. Und es ist dir bald so was von egal, was die Anderen über dich denken. Du gibst dem keinen Stellenwert mehr, weil du selber von dir weißt, dass du ein toller, wertvoller, liebenswerter Mensch bist. Menschen mögen es nicht, wenn wir anders sind als sie, denn dadurch zeigen wir ihnen, dass es möglich ist und sie es auch machen könnten, und nur zu faul oder zu feig für eine Änderung sind. Das können sie so nicht stehen lassen, darum machen sie lieber schlecht was DU machst. Lass sie einfach reden. Du brauchst deren Lob und Anerkennung nicht!!!

 

Die vierte Weisheit:

Frau 2.0. kümmert sich nicht, was die Anderen über sie denken. Sie liebt sich selber, das genügt.

 

 

Das große Geschenk an der Selbstliebe ist, dass du dein Leben bald mehr und mehr einer gründlichen Aufräumaktion unterziehst. Du entfernst alles, was dir schon lange keine Freude mehr macht. Du trennst dich von Freunden, die gar keine sind. Du trennst dich von Hobbies, an denen du schon lange keine Freude mehr hast. Du durchwühlst deine gesamte Außen- und Innenwelt.

 

Und irgendwann kommt unverhofft die Erkenntnis, wer du wirklich bist und was du wirklich tun willst in deinem Leben.

 

Es tut mir leid, aber auf dem Weg zu dir selbst gibt es keine Abkürzung. Ohne dass du ihn Schritt für Schritt für Schritt selber gehst, wirst du dein Ziel nicht erreichen. Das Tempo bestimmst du selbst.

 

 

Möchtest du wissen, welche große, wunderbare Erfahrung ich noch gemacht habe, als ich anfing, mich selbst zu lieben?

Das, meine Liebe verrate ich dir, wenn wir das Update für die Beziehung machen. Bitte gedulde dich noch ein wenig …

Aber so viel kann ich dir schon mal verraten: Es ist zu 100% klug, dass du damit anfängst, dich selbst zu lieben, so wie du bist, mit allen deinen Stärken und Schwächen.

 

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