Es funktioniert auch ohne “Droge”

Es funktioniert auch ohne “Droge”

2016-10-08 ELIS ON TOUR SRI LANKA 0

GESTERN Abend habe ich mich noch gewundert, warum die Mönche ihren allabendlichen Singsang nicht und nicht anstimmen wollen.
Um 2:30 in der Früh war es mir dann klar, warum. Sie haben wirklich um diese Zeit zu Beten begonnen, und bis 6 Uhr morgens nicht mehr aufgehört. Ich glaube, sie haben das gesamte unterschiedliche Programm des ganzen Jahres heruntergespult.
An Schlaf war da für mich leider nicht mehr zu denken. Indika hat am morgen gesagt, dass er gar nichts gehört hat. Ach, so gut müsste man schlafen können …
Komischerweise war ich aber am Morgen kein bisschen müde, sondern im Gegenteil mega gut drauf. Hab mir wieder die Musik auf volle Lautstärke aufgedreht (was jetzt nur bei mir heroben wirklich sehr laut klingt …) und zuerst unter der Dusche gesungen was die Stimmbänder hergegeben haben, und danach auf meiner Terrasse wieder eine heiße Sohle hingelegt.
Zum Lied des Tages wurde heute gekürt: “I feel pretty”, Kiri Te Kanawa, West Side Story
Ich war so überglücklich, ich hätte die Welt umarmen können und Jeden küssen, der mir in die Quere kommt – zum Glück bin ich gut erzogen.
Das muss eindeutig am Klima liegen. ☺

Der Staff hat es “offensichtlich gefallen”, denn als ich zum Frühstück runter gekommen bin, lag eine Frangipani auf meinem Set.

Das grüne Supperl war wieder köstlich, und ich habe es heute auch wieder ganz gut vertragen. Gestern nach dem Frühstück hatte ich leider gedacht, ich schaffe es nicht mehr hinauf in mein Zimmer. jede 2. Stufe musste ich stehen bleiben, weil ich einfach keine Kraft mehr hatte. Der Schweiß stand mir auf der Stirn und ich dachte ich komme nicht mehr rechtzeitig ins Bad, bevor Alles wieder hoch kommt.
Noch dazu hatte ich auch seit dem Tag davor eine neue Medizin, die ich wie immer zu jedem Essen einnehme. Die ist mir auch noch im Magen gelegen. Irgendwas schien ich nicht zu vertragen, sei es die Medizin oder die Suppe, oder ja vlt sogar das Wasser, das hat nämlich auch noch das Seine dazu beigetragen.
Ich war den ganzen Tag schlapp und zum Mittagessen musste ich mich runter quälen. Aber danach wurde es deutlich besser.

Indika hat am NM den Arzt gefragt, was zu tun wäre, der hat gemeint, dass das immer wieder mal passieren kann, dass ich aber trotzdem Alles wie gehabt weiter essen und einnehmen soll.

Ich habe mir darauf in meinem Kopf ein Bild zurecht gezimmert, dass das nun der erste Schritt in einem neuen Level war, und der ist ja bekanntlich immer der Schwerste.
Die Freude, einen Fortschritt gemacht zu haben hat mich wahrscheinlich heute in der Früh so glücklich gemacht.
Wunderbar, wie man sich selber manipulieren kann.

Gestern Abend ging es mir übrigens zum Glück schon wieder so gut, dass ich mein nächtliches Schwimmen nicht ausfallen lassen musste.

Heute hatte ich zum 3. Mal Kopfmassage, morgen noch, dann gibt es Shirodhara (Stirnguss). Wahrscheinlich auch 4 Tage lang. Darauf freu ich mich schon ganz besonders.
Wie ich wieder zurück gegangen bin von der Massage ist ein großer Waran an mir vorbei gelaufen.
Er ist ca 60cm lang und wirklich sehr imposant – und so unbeschreiblich schnell, der ist weg, bevor du ihn überhaupt registriert hast.
Nach dem Mittagessen bin ich auf der Terrasse gesessen und habe gelesen. Auf einmal ist er auf der Terrasse zu mir her gekommen. Unglaublich imposant, wie der sich bewegt. Eine ganz sanfte Bewegung von mir, um ein Foto zu machen – ich hatte das Handy in der Hand – weg war er.

Angeblich gibt es auch einen im Wasser, der ist ca 1,5m lang und gelbbraungrün ☺. Muss ja wie ein junges Krokodil aussehen.
Ich bin jeden Tag mehr beeindruckt, wie vielfältig die Tierwelt rund um mich ist. Dauernd ist irgendwo was los. Aber alle sind so scheu, da kann es nie und nimmer einen Körperkontakt geben. Ich glaube, hier sind sogar die Gelsen scheu ☺, denn bis jetzt hat mich wirklich noch keine Einzige gestochen.

Am späten Nachmittag war ich wieder im Pool Heute bin ich insgesamt schon einen Kilometer geschwommen und habe fleißig Gymnastik gemacht.

Das Abendessen ist ja nun seit einer Weile gestrichen, und es kommt sogar gelegentlich vor, dass ich ein Gefühl von Hunger verspüre. Es rührt sich was unter meinem Panzer.

Das Gefühl von Hunger muss der schöne grüne Vogel auch verspürt haben, der sich da an den Papayas verköstigt. Da der Baum viel zu hoch ist um die Früchte ernten zu können – angeblich eine Wildform, wie sie sonst nur im Dschungel vorkommt, die Anderen sind alle wesentlich niedriger – sind die süßen Früchte ohnehin alle für die Vögel bestimmt.
So wie es sich eben gehört: Ein Drittel für uns, eine Drittel für die Natur, und ein Drittel für Gott.
Man darf nicht neidig sein!

Aber vorgestern habe ich eine Passionsfrucht unter dem Baum liegend gefunden. Hat sich angefühlt wie ein Ping-Pong-Ball und war auch ungefähr so groß. Ich hab mich gefreut und hab sie mir genüsslich schmecken lassen. Die ist mittlerweile zu meiner absoluten Lieblingsfrucht geworden.

 

Übrigens, wenn ich die ausgelassene Stimmung von gestern und heute vergleiche … es fühlte sich heute klarer, bewusster an. Und hinterher war ich nicht so müde.

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