Hongkong

Hongkong

2012-12-12 CHINA ELIS ON TOUR 0

Fliegen ist einfach fast das Schönste, was man sich vorstellen kann, sofern man beim Fenster sitzt. Ein Flug ohne Fensterplatz ist für mich multidimensional schlimmer als eine Suppe ohne Salz. Einfach unvorstellbar!
Sogar wenn man absolut keine Aussicht zum Boden hat, was wirklich schade ist, genieße ich halt die Sicht auf die Wolken. Das kann nämlich auch sehr abwechslungsreich sein.
Pilot/Pilotin zu sein, stell ich mir traumhaft vor, da scheint nämlich immer die Sonne – wenn nicht gerade Nacht ist. Und man hat garantiert immer die beste Aussicht von allen Bordlingen.
Ich träume davon, rund um die Welt zu fliegen und nirgendwo aussteigen zu müssen.

Wir mussten aber leider irgendwann auch mal aussteigen, und so haben wir uns halt ein paar Tage Hongkong angeschaut.

 

Aber erst einmal konnte ich den wunderschönen Flug genießen

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hier sieht man noch schön den alten Flughafen

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Gleich vorweg: Hongkong unter den Briten war anders – und ich hab es von den “paar Stunden”, die ich vor 25 Jahren dort war, ganz schön in Erinnerung. Meiner Meinung nach war es einfach ein bisserl entspannter und gemütlicher (relativ betrachtet, natürlich). Sicher war es auch damals schon die Businessstadt schlechthin, und sicher wollte man damals auch schon hoch hinaus, was sich ja schon durch die Enge des Platzes gar nicht anders machen lässt, aber diese typisch chinesische Gigantomanie gab es nicht – oder ich hab sie einfach nicht wahr genommen.

Gleich am ersten Tag haben wir uns den Tian-Tan-Budda auf Lantau angeschaut. Natürlich der größte Buddha der Welt. 34m hoch, 250 Tonnen schwer – also braucht man keine Sorge haben, dass ihn der Wind von der Bergspitze bläst. Nach Osten hätte er eine schöne Aussicht aufs Meer hinaus, aber untypischerweise schaut er nach Norden, in Richtung Peking, “dort wo Gott wohnt”.
Ist auf alle Fälle sehenswert und beeindruckend.

 

Meditativ ist es nicht. Auch wenn die Mönche unermüdlich mit Ihren Gebeten und Gesängen durch die ganze riesengroße Anlage ziehen.

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Die einzigen, die hier meditieren, sind die Hunde. Liegen haufenweise rum und lassen sich durch nichts und niemanden stören.

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Ich bin leider nicht so nahe rangekommen, dass es fürs Streicheln gereicht hätte – der Gestank hat mich wieder zurückgeworfen.

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Die “Touristen-mit-Ramsch-und-Kitsch-Abzocke” rundherum ist IMHO einfach ekelhaft, wird aber mit Begeisterung genutzt. Das Konzept scheint also “trotz meiner Einwände” aufzugehen :-).

 

Somit ist auch der Weiterbau der Anlage gesichert. Die ganze Po-Lin-Klosteranlage ist ja eine Neuanlage. Der Buddha wurde 1993 eingeweiht, an dem Kloster wird noch immer gebaut. Und es entsteht wirklich eine große Klosteranlage. Aber von der alten Baukunst scheint bis auf die tollen Bambusgerüste und Bambusleitern nicht mehr viel erhalten geblieben zu sein. Oder, was wahrscheinlicher ist, es ist halt alles eine Sache des Geldes. Ich denke, dass es die Handwerker schon noch geben würde.

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Am 2. Tag sind wir mit der Rolltreppe in die Middlevels gefahren – natürlich die längste Rolltreppe der Welt – 800m lang, ca 20 Etappen. Am VM geht sie von oben nach unten, am NM von unten nach oben. In meinem Reiseführer ist es leider umgekehrt gestanden, und weil wir schon dort waren, sind wir halt die Stiegen raufgegangen ca. 135 Höhenmeter rauf, und mit dem Mid-Level-Escalator in ca. 16 Minuten runtergefahren. Alles überdacht, war sicher sehr teuer, ist aber auch gut genutzt. Die Einwohner in den Mid-Levels, also schon ein bisserl am Berg (und entsprechend horrend teuer, aber noch nicht ganz oben im Peak-Bereich), kommen scheinbar allesamt auf einmal runter und rauf.
Na ja, warum das in jedem Reiseführer als Muss angeführt ist, konnte ich nicht erkennen. Werner hat zumindest den Bars an den Rändern was abgewinnen können und sich am Abend dann ein Bierchen gegönnt – ist ja einfach, wenn man dann die Stufen nur HINUNTER gehen muss.

 

 

Linksverkehr gibt es noch immer. Und auch die Stockbusse und Stockstraßenbahnen fahren noch, wenn auch in einem neueren Design.

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Das Essen war überall köstlich und der Kaffee wie immer gut gegen jede Art von Heimweh – obwohl ich daheim nie einen Kaffee beim MD trinke … wozu auch, da hab ich ja daheim einen viel besseren. Und außerdem haben wir Kaffehäuser, von denen können sie in Asien nur träumen.

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Also, China ist wirklich eine Republik des guten Essens. Die Vielfalt ist groß und es ist sicher für jeden Geschmack genug dabei. Zumindest diesbezüglich ist es ein klarer Sieg gegenüber der britischen Vergangenheit. Obwohl das englische Essen sicherlich auch viel besser ist als sein Ruf, wie uns doch Jamie Oliver so tapfer immer wieder aufs Neue beweist.

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Ein weiteres Sightseeing-Muss laut Reiseführer ist eine Fahrt mit der Peak-Tram zum “Touristen-mit-Ramsch-und-Kitsch-Abzocke” und Aussichtszentrum am Viktoria-Peak (auch hier wird gekauft, wie wenns ums Überleben ginge). OK, wenn die Aussicht klar ist, was sicher auch mindesten 2 Tage im Jahr vorkommen wird, kann es schon ganz spektakulär sein. Bei uns war es ja leider grau in grau, wie wir es schon von Shanghai, und noch verschärfter von Peking kennen.

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Am besten lässt man den ganzen Touristenrummel beiseite und spaziert gemächlich ca. 3km um den Peak. Ist zwar sicher zur Hauptsaison auch überlaufen und vor allem tropisch heiß. Aber es ist nett, ohne Steigungen, also für Jung und Alt, und man hat immer wieder Platzerl zum Entspannen oder da und dort mal eine herrliche Aussicht – rein theoretisch, wie man ja auf den Fotos erkennen konnte.

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2012_12_12_img_1397 Hongkong   2012_12_12_img_1358 Hongkong    2012_12_12_img_1445 Hongkong sogar in der Luft gut verwurzelt
2012_12_12_img_1310 Hongkong   2012_12_12_img_1336 Hongkongund zwischendurch immer wieder ein Blick in die Tiefe

 

 

An Geschäften ist einfach ALLES vorhanden. Sogar ein Factory-Outlet haben wir zufällig gefunden. Also hier gibt es wirklich alle vorstellbaren Marken (außer Chanel und LV). Und natürlich so unvorstellbar viele Leute. Aber es gibt halt auch wirklich schöne Sachen zu ganz erträglichen Preisen.

 

Na, wer will nicht “Himmlisches einkaufen ohne Schuldgefühle”.

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Ich bin halt nicht so der Shopping-Tourist. Werner hat sich für Elektronik interessiert. Ist mit Sicherheit noch billig hier, aber nicht mehr so billig wie unter den Briten. Wenn man die Reise dazurechnet, müsste man schon sehr viel kaufen, damit sich der Ausflug lohnt gg.

 

Honkong ist mit Sicherheit eine schöne und sehenswerte Stadt, auch wenn es hier überhaupt keine mir bekannten sehr alten Sehenswürdigkeiten gibt, aber immerhin, auch trotz aller dichte an Bauten, viel Grün und sogar einen Sandstrand haben wir gesehen.

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Ich bin ganz froh, wieder mal hier gewesen zu sein.
Noch dankbarer bin ich, dass ich nicht hier leben muss – aber das empfinde ich wiederum in jeder Großstadt der Welt.

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