Life is good at the Beach

Life is good at the Beach

2016-10-27 ELIS ON TOUR SRI LANKA 0

JAWOHL, so ist es! Aber man muss erst mal hinkommen an den Strand …
Auf halber Strecke ist leider das Tuk-Tuk-Taxi eingegangen … OK, ganz so schlimm war es doch nicht, es hat nur der Treibstoff gefehlt. Unter dem Sitz war ja zum Glück noch eine Flasche, also nachfüllen … schnell einen vorbeigehenden Passanten aufgehalten, der musste ihm irgendwas helfen … einsteigen, starten, geht nicht, aussteigen, hinten wieder was rumwerkeln, einsteigen, starten … noch mal starten, br, brrr, brrrru, brrrrummmm … hurra, weiter geht es.

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Das hat mich erinnert an die Situation wie ich 1988 in Peking und Nordchina war und am Ende meiner Reise in Peking mit dem Taxi zum Flughafen gefahren bin. Kein wirklich neues Auto, aber die hat es seinerzeit rundherum nicht gegeben, nicht privat und nicht bei Taxis. Aber immerhin ausnahmslos alle mit Klimaanlage (Die hat es damals bei uns nur gegen hohen Aufpreis gegeben .. Wenn überhaupt schon. Kann mich gar nicht mehr so recht erinnern). Auf einer Brücke sind wir plötzlich zum Stehen gekommen. Der Taxler ist ausgestiegen, hat vorne gewerkelt, hat hinten gewerkelt, irgendwann ist er unter dem Auto verschwunden … die Zeit ist natürlich vergangen, aber zum Glück war ich großzügig früh abgefahren … Also noch kein Grund zum nervös werden … Irgendwann hat er ein Eselfuhrwerk aufgehalten … dann sind plötzlich zwei Männer unter dem Auto gelegen … der Andere ist wieder unverrichteter Dinge weitergefahren … wir sind noch gestanden, die Zeit ist vergangen … Nach einer weiteren Weile hat mich der Taxler gebeten, ob ich aussteigen und anschieben könnte … hab ich natürlich gemacht … das Auto ist angesprungen und er ist weiter gefahren … und ich bin dagestanden ohne Taxi und ohne Gepäck … aber er hat zum Glück wieder umgedreht und mich einsteigen lassen – uff, meine Schrecksekunde war wieder beendet, bevor sie richtig ausbrechen konnte. Ja und ich war auch wirklich noch 5 min bevor der Check-in abgeschlossen wurde hingekommen, also Zeit über Zeit ☺
Aber heute hatten wir gar keinen Zeitdruck. „Dem Glücklichen schlägt keine Stunde“, ich kam „zur rechten Zeit“ am Meer an ☺.

 

Wunderschön!

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Sogar einen Kopfpolster gibt es …. Es lebe die vielseitige Verwendbarkeit eines Sandsackes.
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Dem Genuss steht also nichts mehr im Wege. Ich habe ja heute und morgen einen “freien Tag”, weil der Körper auch mal Ruhe braucht.

So sitze ich also nun am Strand vom „Awanhala Nelson Restaurant“. Alexandra, die Chefin (oder Freundin vom Chef … wie auch immer) ist Deutsche, daher hat es mir Indika, der Gute, empfohlen, damit ich auch wieder mal Deutsch sprechen kann … Aber leider ist sie zur Zeit in Deutschland.
Um diese Zeit, hier ist ja noch Vorsaison, fliegen die Expats halt alle wieder mal gerne zurück in die alte Heimat. Obwohl, als Expat wird man Alexandra und sicher auch Marisa wohl gar nicht mehr bezeichnen können. Ich glaube, die haben längst ihre Heimat gefunden hier auf Sri Lanka.
Nelson war gerade zum Einkaufen, habe ihn auch nicht gesehen heute. Aber das Personal war ohnehin sehr freundlich und kompetent. Es hat mir an nichts gefehlt.

 

Jeder Platz ist nett und man hat einen herrlichen Blick aufs Meer … und, was auch ganz toll ist, man kann in Euro bezahlen. Ich habe mir nämlich noch gar kein Geld gewechselt.
sl_16_10_26_beach76_restaurant Life is good at the Beach

 

Ich glaube, ich habe mir was ganz Scharfes bestellt, weil der Kellner ein bisserl süffisant gelächelt hat.
Aber halb so wild, der Ginger Tee war schon mal sehr angenehm. Mit so viel Ginger mache ich daheim eine ganze Kanne und gieße noch ein 2. Mal auf, weil Ingwer nämlich gar nicht so billig ist bei uns. Hier wächst er wahrscheinlich wie Unkraut.
Das Essen war scharf pikant, und sehr gut.
Morgen bestelle ich mir eine der vielen Ayurveda-Platten die hier angeboten werden, und Wasser, und natürlich noch einen Pineapple Juice, vlt gemischt mit Banane, man wird sehen …

 

Tiefenentspannt auf der Liege zu liegen oder mal im Stuhl zu sitzen und zu lesen … wie himmlisch.
Daheim ist heute Feiertag, und ihr werdet wahrscheinlich in lustiger Runde “Papas traditionelles Geburtstagsessen” genießen.

 

Das Tester-Bed habe ich natürlich auch ausprobieren müssen. Haben mir schon gefehlt, die 4 Pfosten ☺

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Die ferne Hotelanlage auf der Südseite scheint ein Traum zu sein. Aber auf Dauer wäre es mir zu windig und wegen der permanenten Wellen viel zu laut.

sl_16_10_26_beach_hotel Life is good at the Beach

 

Dachte schon, hier gibt es nicht mal Schiffe. Aber eines, sogar ein ganz großes ist dann doch ganz langsam und gemächlich am fernen Horizont vorbei gezogen … Ab in den Süden …

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War heute gar nicht im Meer. Morgen werde ich aber ganz sicher ins Wasser gehen. Heute hatte ich einfach keine Lust dazu. Habe viel zu lange gelesen, oder, meist nur dem Wellenspiel zugesehen, dann war ich essen, und dann war es zu spät … Werde es im Pool noch nachholen.

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Musste an das Erlebnis denken, dass ich 1973 in Lignano mit meinem kleinen Bruder hatte. – Wir sind am Abend noch an den Strand gegangen, und da waren so wunderbare Wellen, höher als hier, und ich wollte unbedingt hinein ins Wasser und auf den Wellen schaukeln. Mir war ja wirklich nichts zu gefährlich, und Walter war auch schnell überredet. Wir haben uns voll Vergnügen treiben lassen, aber bald waren wir doch ein Stückerl weit draußen, so dass ich mir dachte, es ist wohl besser, wieder zurück zu schwimmen. Das war aber leichter gedacht als getan. Wir sind geschwommen und geschwommen und fast nicht vom Fleck gekommen. Da habe ich leicht Panik bekommen, und vor allem habe ich mir riesige Vorwürfe gemacht, dass ich auch meinen kleinen Bruder zu den Blödsinn überredet hatte. Aber mit gutem Zureden und voller Kraft haben wir es irgendwann doch geschafft. Das hätte echt blöd ausgehen können.
Dem Himmel sei Dank, bin ich trotz all meiner jugendlichen Abenteuerlust immer noch unbescholten (und alle die mitgemacht haben auch noch). Etwaiige Unfälle habe ich überstanden … und die Lust am Abendteuer ist eigentlich noch immer latent vorhanden. Wird Zeit, dass ich sie mal wieder raus lasse.

Heute habe ich es trotzdem eher beschaulich angehen lassen, und habe mich dem reinen Genuss und dem Staunen hingegeben. Da mussten zum Beispiel diese seltsamen Bäume bestaunt werden. Die Stämme haben bizarre Formen, und damit sie nicht umfallen, bilden sie Seitenstämme aus, die sie am Boden abstützen und aufrecht halten.

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Kann nicht sagen, welcher Baum es wirklich ist. In der Krone bilden sich lauter “Nesterl”, die Aussehen, als wäre es Baumaloe. Aber die “Blätter” sind nicht dick wie eine Aloe, sondern ganz normal dünn wie ein Blatt eben.

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Obwohl ich mich nur im Schatten aufgehalten habe, habe ich doch ein bisserl einen Sonnenbrand bekommen. Muss ich mich wohl doch eincremen – das habe ich bis jetzt noch gar nicht gemacht, seit ich auf Sri Lanka bin.

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Um 16:30 wurde ich vom Taxi wieder abgeholt, weil ich noch zum Doktor musste. Erst hatte er mich zum falschen Kloster gebracht hat, aber nach einem Telefonat mit Indika sind wir doch noch im richtigen gelandet.

Doktor Gnadenlos hat seinen Namen heute wieder buchstäblich mit aller Kraft verteidigt – zum Wände hochgehen.
Dann hat er mich gefragt, ob ich was abgenommen habe … nur um mich gleich darauf mal von oben bis unten genau zu mustern … 3 ?, 2 ?, no 1kg … Indika hat das lustig gefunden ☺ er ist da nämlich anderer Meinung … Ich dagegen stimme eher dem Doktor zu.
Wenn ich nur dieses leidige Thema aus meinem Kopf rausbekommen würde!

 

Habe wirklich im Pool alles nachgeholt, was ich im Meer versäumt habe. Es ist einfach so schön, unterm Sternenhimmel zu schwimmen.

 

Lese noch immer im Buch „Unendliche Liebe – Jesus spricht“. Ich komme nicht und nicht voran. Nicht weil es mir nicht gefällt, im Gegenteil, sondern weil jeder Satz so gehaltvoll ist, dass ich ewig darüber nachdenken muss – und mein momentanes Ambiente ist ja geradezu ideal für lange, tiefe Gedankenspiele.
„Krankheit ist nicht das Gegenteil von Gesundheit, sondern die Abwesenheit von Gesundheit.
Hass ist nicht das Gegenteil von Liebe, sondern die Abwesenheit von Liebe.
… “
Ergo dessen bringt es ja gar nichts, die Krankheit zu „bekämpfen“, man muss im Gegenteil die Gesundheit stärken.
(Und Liebe kann man ohnehin nie genug in sich tragen …)
Ich meine, man weiß das ja ohnehin alles schon längst, ist ja eine Grundphilosophie in Ayurveda und TCM, aber es war gut, wieder mal daran erinnert zu werden.

 

Mein Song des Tages: „Keep Your Love Alive“ von Reinhold Bilgeri.
Hab mir gestern auch wieder mal seinen Film angesehen „Der Atem des Himmels“. Sicherlich ein bisserl gar schnulzig und traurig, aber mir gefällt er. Überhaupt, wo ich doch bei meinem letzten Besuch in Vorarlberg vor einer Kirche gestanden war und auf den Falvkopf hinüber gesehen habe, genau auf die Seite, wo die Lawine runter kam.

 

Sehe gerade, dass das was ich gestern Nacht geschrieben habe, doch erst heute raus gegangen ist. Das Internet spielt ein bisserl verrückt, wenn es regnet. Also alles bis hier her war am Feiertag.

 

Habe mir heute morgen mal überlegt, welche Orte ich noch sehen möchte in meinem Leben. Viel ist es nicht, ich habe auch kaum mehr Lust auf irgendwelche Gebäude, hab einfach schon zu viel gesehen … und das eigene Land kenne ich viel zu wenig. Dabei hätte ich auf der Hütte das schönste Paradies auf Erden direkt unter meinen Füßen, wenn… ach ja, lassen wir das leidige Thema.

Und als gewöhnlicher Tourist will ich eigentlich auch nirgendwo mehr hinreisen.

also da sind (doch ein paar Gebäude☺)
Sydney Opera House und Harbour Bridge
Eremitage in Petersburg – im Winter
Pyramiden – aber nur, wenn ich sie von einer Person erklärt bekomme, der/die schon 100mal dort war ☺
Topkapi in Istanbul – nach Istanbul will ich aber zur Zeit sicher nicht … und an der politischen Lage dort wird sich wahrscheinlich auch so schnell nichts ändern, also wieder gestrichen
Kilimandscharo – von unten ☺

Ziemlich hohe Ansprüche … werde wohl doch lieber daheim bleiben …

Jetzt genieße ich erst mal meinen weiteren Tag am Strand … und dann schaun ma weiter ☺

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